Wochenanzeiger vom 22.12.2016:

10000 Euro für Hospizdienst

Rotary Club Weißenburg unterstützt großzügig die Palliativarbeit im Landkreis

WEISSENBURG — Mit einer Spende in Höhe von 10617 Euro unterstützt der Rotary Club Weißenburg erneut den Ambulanten Hospizdienst Altmühl­franken. Damit haben die Rotarier mittlerweile über 45000 Euro für die Palliativarbeit im Landkreis gespendet.

Dr. Thomas Becker vom Rotary Club Weißenburg überreichte den Scheck jüngst an Martin Albrecht, den Vorsitzenden des Hospizvereins Gunzenhausen. Letzterer ist Träger des Ambulan­ten Hospizdienstes, der im gesamten Landkreis angebo­ten wird. Bereits im Dezem­ber des vergangenen Jahres hatten die Rotarier eine Spen­de von 20000 Euro überwie­sen. Thomas Becker sprach von einem „beeindruckenden Ergebnis" und dankte den Mitgliedern für die großzügi­ge Unterstützung. Ein großes Dankeschön zollte auch Mar­tin Albrecht dem Rotary Club und dessen Mitgliedern. Er habe mit so einer Summe nicht mehr gerechnet. Dank dieser Unterstützung stehe der Hospizdienst Altmühlfranken nun auf gesundem Boden. „Über 80 Anfragen aus dem gesamten Landkreis sind in der Vergangenheit beim Hospizdienst bereits eingegangen", so Albrecht. „Somit kommt auf die ehren­amtlichen Mitarbeiter eine große Aufgabe zu, die sich manchmal über Monate hin­ziehen kann, die aber auch bereichernd ist."

Die Koordinatoren des
Dienstes Altmühlfranken beraten, informieren und ver­mitteln Hilfe im Hospiz-, Pal­liativ- und Trauerbereich. Die ehrenamtlichen Mitglie­der des Hospizvereins beglei­ten auf Wunsch Schwerstkranke auf ihrem letzten Weg. Sie lesen vor, sie hören zu, schaffen Raum für Ge­spräche und bieten Angehöri­gen Entlastung an. Dabei ste­hen stets der Betroffene sowie auch seine Angehöri­gen, deren Wünsche und Bedürfnisse im Mittelpunkt der Arbeit. Die Begleitungen finden zu Hause, in statio­nären Einrichtungen oder auch in den Kliniken statt. Falls gewünscht, wird eine Begleitung auch nach der sta­tionären Versorgung im häus­lichen Umfeld oder im Pflege­heim fortgesetzt.

Sowohl die Koordinatoren als auch die ehrenamtlichen Mitglieder sind speziell ge­schult und unterliegen der Schweigepflicht. Die Hilfsan­gebote stehen allen Men­schen offen, und alle Dienste sind kostenfrei und finanzie­ren sich größtenteils aus Spenden.

Jeden Dienstag findet im Klinikum Altmühlfranken in Weißenburg (zweiter Stock, Raum 4060) von 14 bis 16 Uhr eine Sprechstunde statt. In Gunzenhausen findet die Sprechstunde in der Leibnizstraße 2c immer mittwochs von 9.30 bis 11 Uhr in den Räumlichkeiten des Pflege­zentrums statt. Ansprechpart­ner sind die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes, Doris Holz und San­dra Meyer. Ab März 2017 fin­det in Weißenburg wieder ein Hospizbegleiterkurs statt.

Weitere Informationen gibt es unter www.hospizdienst-af.de oder unter der Telefon­nummer 09831/619161.        gs


Unterstützung für die ambulante Hospizarbeit: Rotary-Präsident Gustav Albrecht, Kristina Becker, Thomas Wirkner,
Dr. Thomas Becker und Dr. Lothar Schönwälder übergaben die Spende symbo­lisch an den Hospizvereinsvorsitzenden
Martin Albrecht, dessen Stellvertreterin Renate Müller
sowie die Koordinatorinnen Sandra Meyer und Doris Holz.
 
Foto: Schuster